Mit Gott im Zelt - September 2015

Voll das Leben

mit Lutz Scheufler

13. bis 20. September 2015

Festplatz Nümbrecht

 

 

 

Zeltkirche Nümbrecht: „Gott hat uns überrascht“

„Gott hat uns überrascht“, stellte Dr. Wolfgang Becker, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Nümbrecht, zum Abschluss der Zeltwoche fest. „Als wir vor zwei Jahren begannen, diese Evangelisation zu planen, sagten uns viele: ‚Die Zeit der Zeltmission ist vorbei‘. Nun haben wir das Gegenteil erfahren.“ 500 Gäste kamen durchschnittlich zu den neun Veranstaltungen mit dem Religionspädagogen und Musiker Lutz Scheufler in den Zeltpavillon der Deutschen Zeltmission e.V (dzm).

 

Unter dem Motto „Voll das Leben“ entfaltete der Redner mit viel Humor, aber auch dem nötigen Ernst, die Folgen des Jesusglaubens für den Lebensalltag und lud in die verbindliche Nachfolge von Jesus ein. Insbesondere die Themen „Lebensfrust - Warum lässt Gott das zu?“ und „Lebenshilfe - Wie viele Götter braucht der Mensch?“ fanden großes Interesse.

 

Besonders erfreut sind die Nümbrechter darüber, dass zahlreiche Menschen ins Zelt kamen, die sonst eher am Rand der Gemeinde stehen. „Hier waren Menschen, die wir sonst nicht einmal zu Weihnachten in der Kirche sehen“, bestätigen die Pfarrkollegen Michael Ebener und Ralf-Andreas Kliesch. „Eine tolle Atmosphäre haben Sie hier im Zelt“, stellte ein der Kirche gegenüber sonst kritischer Teilnehmer fest.

 

Einige Menschen haben den Schritt zu einer öffentlichen Entscheidung für den Glauben an Jesus Christus gewagt, vor allem aber hat es viele Gespräche über die Kernfragen des Glaubens gegeben. „Jetzt ist es wichtig, dass wir diesen Menschen weiter nachgehen.“ Darum wird es in Nümbrecht im Anschluss an die Zelttage nicht nur Angebote für die ersten Schritte im Glauben geben, sondern auch einen Kurs zum Glauben. „Mancher braucht einfach mehr Zeit und möchte erst einmal intensiv über die Grundfragen seines Lebens reden, bevor er sich festlegt“, erklärt Pfarrer Becker.

 

Begeistert sind auch die vielen Mitarbeiter, die diese Zelttage möglich gemacht haben. So gab es einen Gospelprojektchor mit etwa 50 Sängerinnen und Sängern, die jetzt gerne weitermachen möchten. „Daneben dürften sich etwa 75 Ehrenamtliche intensiver um dieses große Projekt unserer Gemeinde gekümmert haben“, schätzt Horst Winkels, der als Presbyter die organisatorische Gesamtleitung hatte. Vom Aufbauhelfer über neun Bistroteams bis zur Übersetzerin für fremdsprachige Flüchtlinge reicht die Bandbreite der Mitarbeit, vom Moderator über ein kreatives Dekoteam bis zum Nachtwächter.

 

Für alle, die in dieser Woche einen Start im Glauben gemacht haben, und für alle Mitarbeiter gibt es ein Glaubensfest, um Gott für seinen Segen zu danken und den Neuen im Glauben die Türen in die Gemeinde zu öffnen.

 

Zu den Überraschungen in der Woche gehörte auch das Wetter. Das anfängliche Nachtkonzert für junge Leute viel buchstäblich ins Wasser. Auch an den folgenden Tagen gab es Unterwetterwarnungen und Dauerregen. „Gott hat unsere Geduld ziemlich auf die Probe gestellt“, bekennt Udo Schlifter, der sich für die Kirchengemeinde zusammen mit dem dzm-Zeltmeister Wolfgang Läpple intensiv um die technische Abwicklung gekümmert hat. Aber pünktlich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn hörte der Regen auf, so dass niemand nass ins Zelt kommen musste. Und zum Abschluss schien sogar die Sonne. „So hat uns Gott überrascht, gegen alle Sorgen, ob wir das wohl schaffen würden, ob es wirklich ein angemessener Rahmen für die öffentlichen Jesus-Verkündigung ist“, resümiert Becker. „Wir schauen ein bisschen müde, aber sehr dankbar zurück.“

 

 

Der Bericht erschien zuerst auf der Homepage des Kirchenkreis an der Agger.